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Dr. med. Jiří Antonín MAREK

Naprapathy-eine präzise Funktionsdiagnostik, Therapie und Prävention bei allen Schmerzen des Bewegungsapparates

Was ist Naprapathie?

Naprapathie ist eine Heilmethode, die bereits um 1900 in den USA entwickelt wurde. Die Bezeichnung setzt sich zusammen aus dem tschechische Wort „napravit“ = „korrigieren“ und dem griechischen Wort „Pathos“ = „Leiden“. Naprapathie ist eine natürliche Heilmethode, die Schmerzen lindern und Leiden korrigieren kann.

Naprapathie benötigt einen wirklichen Spezialisten mit jahrelanger Berufserfahrung, der in der Lage ist,

  1. eine präzise Funktionsdiagnostik, auch auf podologischem und neurologischen Gebiet zu stellen
  2. und einen Patienten, der bereit ist, lebenslang an der Erhaltung eines guten Funktionszustands mitzuarbeiten.


Bei welchen Beschwerden hilft eine Naprapathiebehandlung?

Bei Rücken- und Gelenkschmerzen, im Prinzip allen Schmerzen des Bewegungsapparates. Diese Schmerzen beschränken den Menschen in seinen Aktivitäten und reduzieren seine Lebensqualität.

Der „einfachste“ Weg zur Schmerzlinderung scheint der Griff zu den allgemein verfügbaren Medikamenten zu sein, die in grosser Anzahl auf dem Markt angeboten werden. Kurzfristig wird der Schmerz betäubt, doch durch den unkontrollierten Gebrauch dieser Medikamente wird der Organismus auf Dauer geschädigt. Sehr bald kommt der Tag, an dem die meisten chemischen Mittel ihre Wirksamkeit verlieren. Die Suche nach Alternativen beginnt. Dem Patienten werden Rehabilitationsprozeduren verschiedenster Art angeboten. Diese Rehabilitationsmassnahmen haben selbstverständlich gegenüber der medikamentösen Behandlung die erfreuliche „Nebenwirkung“, dass sie die Gesundheit nicht gefährden. Sie zeigen auch zumeist eine sofortige Wirkung. Durch tägliche und auf längere Dauer durchgeführte Behandlungen zeigen sich Erfolge, die Schmerzen klingen ab.

Die Kehrseite ist, dass diese Rehabilitationsmassnahmen zwar helfen, die Muskeln, Gelenkbänder und Gelenke zu beruhigen, sie beseitigen aber nicht die Ursache der Schmerzen. Wie oft höre ich von Patienten, die nach einer gewissen Zeit mit denselben Beschwerden wieder in meiner Sprechstunde erscheinen: „mindestens zweimal pro Jahr bekomme ich Rückenschmerzen“ oder „in jedem Frühling erwische ich einen Hexenschuss durch die kalte Nässe bei der Gartenarbeit“. Der Patient irrt. Durchfrieren, ungewohnte physische Belastung, Durchzug, verschwitzt sein nach Arbeit oder Sport, nicht ausgeheilte Entzündungen im Körper aber auch psychischer Stress – das sind Faktoren, die chronische Beschwerden immer weiter verschlechtern.

Um es zu verdeutlichen: Diese äusseren, im täglichen Arbeitsleben und auch in der Freizeit nicht zu vermeidenden Faktoren lassen diese wiederkehrenden Schmerzen entstehen, die auf der lange vorher entstandenen Disbalance zwischen Gelenken und Muskeln beruhen.

Ohne eine grundlegende Änderung der Verhaltensweise beginnt der fatale Kreislauf wieder von vorn. Man greift nach Tabletten, Spritzen, macht wieder Krankengymnastik etc. etc. Doch das Ursprungsproblem ist damit nicht gelöst. Im Gegenteil, bei körperlich Arbeitenden und bei Sportlern verschlechtert sich der Gesamtzustand rapide, die Abstände zwischen den Schmerzattacken werden geringer.


Was ist also zu tun bei bestehenden Dauerproblemen und wie kann eine dauerhafte Heilung erreicht werden?

Zuerst muss die Hauptursache der Beschwerden diagnostiziert werden. Ein spezialisierter Facharzt, der den menschlichen Körper „lesen“ kann, muss den Funktionsfehler, die Disbalance auf der Muskel-, Gelenk- und Bänderebene erkennen und auswerten. Als erste Massnahme wird er versuchen, die Gelenke und Muskeln durch Stretching und Massage zu mobilisieren.

Dann hat er die undankbare Aufgabe, dem jeweiligen Patienten die Schwachstellen seiner Ergonomie bewusst zu machen. Der Patient seinerseits muss diese Schwachstellen akzeptieren und lernen, die richtige Funktion durch konkrete physiotherapeutische Übungen wieder herzustellen und zu erhalten. Er muss lernen, sich in allen Lebenssituationen ergonomisch richtig zu verhalten, d.h. bei der Arbeit, beim Sport und sogar bei der Freizeitgestaltung und in Ruhephasen. Das geht nicht ohne seine Bereitschaft aktiv mitzuarbeiten. Den meisten Menschen ist die „richtige“ Ergonomie ihres Körpers nicht bewusst, sie muss ihnen „bewusst gemacht“ werden. Der Patient muss lernen, die richtige Körperhaltung in allen Lebenssituationen einzunehmen. Dazu gehört der richtige Funktionssitz, das richtige Stehen, das richtige „passive“ Sitzen, und das „aktive“ Sitzen bei der Arbeit am PC. Ganz wichtig ist die ergonomisch korrekte Ausstattung des Arbeitsplatzes und die richtige Matratze für den erholsamen Nachtschlaf.

Es gehört allerdings auch die Akzeptanz der Korrektur von angeborenen oder erworbenen anatomischen Fehlern dazu, z.B. durch das Tragen von speziell angefertigtem Schuhwerk.

In Zusammenarbeit mit seinem Arzt wird es dem einsichtigen und mitarbeitenden Patienten gelingen, Fehlverhalten zu vermeiden und die richtigen propriozeptischen und sensomotorischen Reflexe wieder zu „erlernen“.


Ursache und Auswirkung von Fehlstellungen in der Körperstatik

Der Einfluss der angeborenen Bein-/Fuß- und Knöchelstellung auf die Kniegelenke und damit folgend auf den Funktionszustand von Hüften, Rücken und ganzer Wirbelsäule ist unbestritten. Jeder Mensch hat „seine“ individuelle Bein-/Fußführung beim Gehen und Laufen. Auch eine sehr kleine Asymetrie führt zuerst zu Funktionsbeschwerden (Schmerzen, Entzündungen) und verursacht später gravierende Schäden in Hüftgelenk, Wirbelsäule und dem Verbindungsgelenk zwischen Wirbelsäule und Becken. Es kommt zu Arthrose und dem so schmerzhaften Vorfall der Zwischenwirbelscheiben


Die Bedeutung der Podologie

Die Podologie (= Podiatrie) ist die Wissenschaft, die sich mit der Anatomie und Physiologie des Fußes beschäftigt. Der Podologe prüft den Zustand von Fußzehen, -muskeln und –sehnen (einschließlich der Achillessehne), aber auch ihren Funktionszustand. Er löst lokale Probleme und heilt konkrete Fußbeschwerden, von der Quetschung bis zur Korrektion durch mechanische Unterstützung. Der ideale Podologe heilt vorbeugend mittels Muskelübungen und greift schon in der Zeit ein, wenn die Beschwerden erst entstehen. Im Idealfall ist er gleichzeitig auch Pädiater (= Kinderarzt). Meine Botschaft an alle Mütter und Väter: eine gute Funktion von allen Gelenken, Muskeln und Gelenkbändern im menschlichen Körper muss schon von klein auf erhalten werden.
Wenn dieser Zeitraum, diese Anfangsphase der Entstehung von Funktionsbeschwerden des Bewegungsapparats vernachlässigt wird, dann entsteht folgender „geschlossener Kreis“: Die Füße beeinflussen den unteren Rücken und die Hüften durch ihre anatomische Stellung und die Art der Bewegungsführung. Der so entstandene Funktionsfehler in der Statik des unteren Rückens (Verbindung Wirbelsäule-Becken und Hüften) muss sich weder nach aussen bemerkbar machen noch muss er im Anfangsstadium weh tun. Aber er beeinflusst wiederum beim Stehen, Gehen und Laufen den Zustand und die Funktion der Oberschenkelmuskeln, der Kniegelenke… und wieder der Knöchel, Achillessehnen und Beine, also der ganzen unteren Gliedmaßen.


Diagnose und Behandlung von Funktionsfehlern

Nur ein erfahrener Rehabilitationsarzt, Osteologe, Chirotherapeut, Naprapath oder Akupunkturspezialist, der im günstigsten Fall auch noch Podologe sein sollte, kann diese Funktionsfehler und die daraus resultierenden Störungen beseitigen. Aus welcher Fachrichtung der behandelnde Arzt kommt, ist nicht ausschlaggebend, ausschlaggebend ist die Diagnose des konkreten Funktionsfehlers mittels richtig gewählter moderner Diagnostizierungsmethoden (von RTG bis CT oder MRI) .

Hat der Arzt die richtige Diagnose gestellt, dann kann er auch helfen und heilen. Er kann die bestehenden Funktionsfehler durch manuale Medizin und Physiotherapie behandeln, selbst bei Mineralisationsfehlern oder bösartigen Geschwulsten.


Funktionsfehler und daraus resultierende Funktionsstörungen bedürfen einer Dauerbehandlung

Ist es dem behandelnden Facharzt gelungen, den Patienten durch Techniken der manualen Medizin oder eines verwandten Bereichs zu heilen und wieder einen guten Funktionszustand zu erreichen, muss dem Patienten bewusst sein, dass diese Heilung nicht definitiv und von Dauer sein kann.

Es ist immer nötig, nach einer bestimmten Zeit wieder die Funktion von Gelenken, Muskeln, Gelenkbändern und Sehnen zu erneuern. Je größer die physische Belastung des Menschen ist, desto öfter ist es nötig.
Die Menschen, die die richtige Körperhaltung einhalten, bei Arbeit, Erholung (Sitzen, Stehen, Computer-Arbeitsplatz, Sesselergonomie und dadurch auch richtiges Sitzen im Kino, Theater oder vor dem Fernseher, entsprechende Schlafmatratzen und Kopfkissen…) brauchen die therapeutische Behandlung weniger oft, sie können die Intervalle zwischen den einzelnen Heilprozeduren verlängern.

Ganz genauso können diese Intervalle auch diejenigen Menschen verlängern, die gezielt sensomotorische Übungen, Automobilisations- und Stretchingübungen durchführen. Diese Übungen haben auf jeden Fall ein positives Ergebnis auf einen guten Funktionszustand des ganzen Körpers.

Vergegenwärtigen Sie sich den Kreislauf: die Erhaltung des ausgezeichneten Zustands von unterem Rücken und Hüftengelenken hat einen guten Funktionszustand von Kniegelenken, Knöcheln und Füßen zur Folge… und umgekehrt!

Doch selbst bei einem guten Funktionszustand von unterem Rücken, Hüften und der Verbindung Wirbelsäule-Becken sowie einer erfolgten Korrektur von anatomischen Fehlern und Asymetrien in Füßen- und Knöchelstellung ist es fast unmöglich, den schmerzfreien, idealen guten Zustand des Bewegungsapparates zu erhalten. Das würde eine ständige Vorbeugung und Training ab dem ersten Lebensjahr voraussetzen und das ist illusorisch.

Es ist daher die Aufgabe des darauf spezialisierten Arztes, der die erforderlichen Kenntnisse von reflexiven Mechanismen, Propriozeption und Sensomotorik hat, mechanische Fehler nicht nur zu korrigieren, sondern immer wieder und wieder die richtige Funktion von Gelenken und Muskeln als Komplex zu erneuern. Er muss auch in der Lage sein, beschädigte reflexive Verbindungen und Körpermechanismen wieder zu „reparieren“ und das sehr oft beschädigte Stereotyp vom Gehen und Laufen wiederbeleben.

In vielen Ländern der Erde, besonders im ostasiatischen Bereich, wurden und werden Übungen des Körpers und des Geistes gelehrt und praktiziert. Diese Art vom „richtigen Verhalten“ zu unserem Körper wurde unter regligiösen und gesellschaftlichen Normen verschlüsselt. Die täglichen Übungen, ob es sich um das „konkrete Sitzen“, Meditation, Tai Chi oder Chi Gong handelt oder um eine der beliebten Kampfsportarten, werden praktisch von jedem im nahen Familienkreis durchgeführt. Leider kann dieses „Ostmodell“ des Verhaltens zu unserem Körper in unseren Lebensbedingungen nicht mehr eingeführt oder voll akzeptiert werden.

Die heutige westliche Medizin steht schon auf einem höherem Auffassungsniveau der mechanischen Verbindungen und Funktionsverbindungen unseres Körpers. Das Wissen ist da, doch offensichtlich ist es so, dass die daraus resultierenden Konsequenzen nicht umgesetzt werden.

Ein Grund für dieses Verhalten ist, wie so oft in unserer Gesellschaft, die Bequemlichkeit. Diese Bequemlichkeit begünstigt das passive Annehmen relativ angenehmer und beruhigender Rehabilitationsprozeduren und das Einnehmen nicht immer so sicherer chemischer Mittel-Medikamente.

Der zweite Grund ist, dass Erziehung und Volksbildung via Schule und Medien durch die überall gegenwärtige Werbung der Anbieter unterdrückt werden, die eine schnelle Heilung durch Medikamente suggerieren. Natürlich spielt auch dabei der ökonomische Faktor eine Rolle, eine Tablette ist kostengünstiger und spart Zeit gegenüber einer Dauerbehandlung bei einem Spezialisten, die dem Patienten auch noch zusätzlich Eigeninitiative „zumutet“.

Diese „Eigeninitiative“ ist für jeden aktiven Menschen wichtig, nicht nur für Leistungssportler. Sie ist auch für diejenigen wichtig, die Sport als Erholung machen, ja sogar auch für die Menschen, die gar keinen Sport treiben.

Gerade Leistungssportler begehen gravierende Fehler in ihrer Körperpflege. Sie nehmen zwar verschiedene Ernährungsergänzungen zu sich und sie verstehen die Notwendigkeit der Muskel- und Gelenkregeneration. Die Pflege und Erhaltung von Körperfunktionen d.h. aller Gelenke, Muskeln und Gelenkbänder zusammen und in ihrer richtigen Beziehung untereinander und im Komplex des Körpers wird nicht berücksichtigt. Es ist nachvollziehbar, dass der Mensch, der absolut keinen Sport treibt, nach einigen Jahren ein chronisches Problem bekommt, dank schlecht eingehaltener Ergonomie. Die Ergonomie eines Sportlers kann in einigen Wochen oder Monaten dauerhaften Schaden erleiden.
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